Landschaftspflegeverband "Zittauer Gebirge und Vorland" e.V.

Ein Landschaftspflegeverband – was ist das überhaupt? Unter den einzelnen Begriffen kann sich jeder etwas vorstellen, doch hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich mehr, als ein sich um die Landschaftspflege kümmernder Verband.

Die Tätigkeitsfelder eines Landschaftspflegeverbandes (LPV) sind Umweltbildung, Naturschutz- und Pflegemaßnahmen sowie die Förderung regionaler Stoffkreisläufe. Im Mittelpunkt stehen hierbei nicht nur traditionelle Arbeitsmethoden und Techniken, sondern auch die Suche nach innovativen Ansätzen und Lösungen.

In einem LPV schließen sich Vertreter der drei beteiligten Interessenfelder freiwillig zusammen. So arbeiten Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz zusammen, um gemeinsame Ziele umzusetzen. Im Vorstand treten alle gleichberechtigt auf. Diese Drittelparität garantiert ein ausgeglichenes Augenmerk auf alle zu berücksichtigenden Faktoren und macht den Landschaftspflegeverband zu einer wichtigen regionalen Institution.

Das große, vereinende Ziel aller drei Interessenvertreter ist es, naturnahe Lebensräume zu erhalten und neu zu schaffen, um somit die traditionell gewachsene Kulturlandschaft mit ihren unterschiedlichen Nutzungsformen zu bewahren.

Gleichzeitig soll die Arbeit der Landschaftspflegeverbände eine umweltverträgliche Regionalentwicklung unterstützen und örtliche Wirtschaftskreisläufe ankurbeln. Dabei verstehen sich die Landschaftspflegeverbände als Vermittler zwischen den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen von Landwirten, Naturschützern und Gemeindevertretern.

Die LPVs können als eine Art Dienstleistungsbetrieb beschrieben werden. Die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Naturschutzverbänden und landwirtschaftlichen Betrieben sowie Privatpersonen gehört genauso wie die Organisation und Ausführung anfallender Arbeiten wie Mahd, Pflanzungen oder Baumschnitt zu den Aufgaben der Verbände.

Die Idee der in dieser Form organisierten Landschaftspflege entstand im Jahr 1986 mit der Gründung des ersten LPV im bayrischen Landkreis Kelheim. Von dort verbreitete sich die Verfahrensweise erst in Bayern und fand über Hessen und Thüringen Anwendung in ganz Deutschland. Heute existieren um die 140 LPVs in 13 Bundesländern.

Dachverband dieser Organisationen ist der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V.
Seit 1993 fördert dieser die Arbeit und den Erfahrungsaustausch und unterstützt so aktiv die Landschaftspflegeverbände.